AKTUELLES

Große Karnevalssitzung

am Dienstag,

05. Februar 2019

Beginn: 20:00 Uhr

Einlass: 19:00 Uhr

 

Preis pro Karte: 29,50 EUR*

*Bitte beachten:

 In diesem Preis sind 1,00 EUR für den Erhalt des

 Rosenmontagszuges 2018 enthalten.

 

 

Eintrittskarten können ab sofort bestellt werden:

- per E-Mail: kajuja@kajuja-krefeld.de

- bei allen KAJUJA-Mitgliedern und über die

- Karten-Hotline: 0175 - 823 60 87

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In Kürze finden Sie uns auch auf facebook mit Informationen und News zur KAJUJA-Krefeld.

Den "Pin" können Sie zum Preis von 3,00 EUR erwerben.

Wie alles begann...

 

KAJUJA: 1952 – 1992

Chronik zum 40-jährigen erstellt von Egon Overdick

Nach so langer Zeit ist es sicher angebracht, einmal Rückschau zu halten. Wie hat es mit der KAJUJA angefangen und wie hat sie sich weiterentwickelt? Wenn heute die KAJUJA-Krefeld ein fester Bestandteil des Krefelder Sitzungskarneval ist, so verdankt sie dies an erster Stelle einem Mann namens Willi Gobbers. Er war es, der am 19. Februar 1952 die KAJUJA-Krefeld aus der Taufe hob und in den darauffolgenden und entscheidenden Jahren als Stadtjugendführer die Fäden zog und die Weichen für die Zukunft stellte. Die erste Sitzung in der damals guten Stube, der Königsburg, sah einen kompletten Karnevalsimport aus Köln mit dem Präsidenten der KAJUJA-Köln, Hein Heller. Diese 1. Sitzung stand unter dem Motto: „Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König."

Bei der 2. Sitzung 1953 sah man Heinz Helmut Simon als Präsidenten, ebenfalls von der KAJUJA-Köln. Inzwischen ist Heinz Helmut Simon seit vielen Jahren Präsident der „Großen Kölner“ und einem breiten Publikum als Fernseh- und Rundfunkreporter bei der Über-tragung der Kölner Rosenmontagszüge bekannt. Seine Markenzeichen sind nach wie vor der „Rote Frack“ und seine unnachahmlich gekonnten und pointierten Kurzreden zwischen den Auftritten der Sitzungsakteure. Auch in den nächsten Jahren präsidierte Heinz Helmut Simon in der Königsburg die Sitzungen der KAJUJA-Krefeld.

Am 09. Februar 1956 präsidierte erstmals Karl-Heinz Dietz, auch Präsident der KAJUJA-Köln. Karl-Heinz Dietz war ein exzellenter und wortstarker Präsident und ist leider viel zu früh verstorben. Die ersten Sitzungen in der Königsburg zeichneten sich auch durch ein herrliches Bild bunter Kostüme in den Reihen des Publikums aus. Leider hat sich dieses herrliche Bild im Laufe der Jahre verflüchtigt. Nicht verflüchtigt haben sich im Sitzungs-programm der Import von Büttreden, Zwiegesprächen, Tanzgarden, Fanfarencorps und anderer karnevalistischer Glanzleistungen, die die Eckpfeiler der Sitzungen geblieben sind und nach wie vor beim Publikum gut ankommen.

1956 war auch das Jahr, in dem die KAJUJA erstmals Gastgeber des Rosenmontagsballs in der Königsburg war. Das blieb auch so, bis 1972 die Königsburg geschlossen wurde. Bedingt dadurch, dass der Saal der Königsburg am Rosenmontag nur gekoppelt mit dem Veilchendienstag abgegeben wurde, fand auch einmal neben dem Rosenmontagsball ein Veilchendienstagsball statt. Dort herrschte eine kaum zu überbietende Stimmung. Die Kapelle Willy Stümges hatte mitten im Saal Platz genommen und den Ballgästen ent-sprechend eingeheizt.

Was die Kapellen anbetrifft, so wurden die ersten Sitzungen durch das Pira-Orchester musikalisch gestaltet. Das Pira-Orchester stand unter der Leitung von Leo Goll, der damals Organist an St. Dionysius war. Später spielte dann viele Jahre hindurch die Kapelle Willy Stümges, die quasi zur Hauskapelle wurde. Nachdem in den späteren Jahren einmal eine Abordnung der bekannten Kölner Kapelle Hardy van den Driesch für den musikalischen Rahmen sorgte, wechselte die KAJUJA anschließend zu Werner Bendels aus Düsseldorf, der bis zum heutigen Tage für die Musik auf den Sitzungen zuständig ist.

Es wechselten aber nicht nur die Kapellen, sondern auch die Präsidenten bei der KAJUJA. Am 26. Januar 1961 leitete erstmals ein Krefelder die Sitzung, und zwar Toni Matura, der wenig später als Prinz Toni I. in Krefeld noch bekannter wurde. Toni Matura löste Karl-Heinz Dietz ab, der ehrenvoll verabschiedet wurde. Dabei wurde auch nicht vergessen, Heinz Webers und Willy Gobbers als Initiatoren der Sitzung zu danken.

1963 sah man Hans Opdenberg als Präsidenten, der sich später mit Toni Matura im Präsidium zeitweise abwechselte.

1972 feierte die KAJUJA zum letzten Male in der Königsburg, aber auch ihr 20-jähriges Bestehen unter ihrem Präsidenten Hermann-Josef Bist. Bei dieser Veranstaltung wurde
u. a. Gerd Lohmann als Geschäftsführer des BDKJ und der KAJUJA durch Oberbürger-meister Hanns-Heinz Hauser mit einem Wappenteller der Stadt geehrt.

1973 gab es einen Wechsel im Veranstaltungsraum. Da die Königsburg nicht mehr zur Verfügung stand, fand die KAJUJA-Sitzung zum ersten Male in der Sporthalle Glockenspitz statt, und zwar am 17. Februar. Da die Sporthalle mehr Platz bot als die Königsburg, konnte Hermann-Josef Bist auf Anhieb mehr als 1.500 Gäste begrüßen, davon einige Hundert auf der Tribüne, im sogenannten „Gepäcknetz“. Zu diesem Zeitpunkt war es längst schon zur Tradition geworden, dass der in Krefeld jeweils regierende Prinz Karneval der KAJUJA mit seinen Begleitgarden seine Aufwartung machte. Das war beileibe nicht immer so und ist durchaus nicht selbstverständlich. Die KAJUJA-Abstinenz der Krefelder Karnevalsprinzen wurde erstmals 1963 beim Rosenmontagsball in der Königsburg durchbrochen, als Egon Overdick vom KAJUJA-Ausschuss mit kleinem Rat den liebenswerten Hermann Knickenberg als Seine Tollität Hermann III. begrüßen konnte. - In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die KAJUJA sich auch Mitte der 70er Jahre der Arbeitsgemeinschaft Krefelder Karnevalisten e. V. angeschlossen hat und Mitglied im Bund Deutscher Karnevalisten e. V. wurde.

Das nächste Jubiläum, nämlich das 25-jährige Bestehen, wurde am 25. Januar 1977 gefeiert. Über 2.000 Närrinnen und Narren waren zur Glockenspitzhalle gekommen und erlebten ein Feuerwerk des Humors. Ob unten im Saal oder oben im „Gepäcknetz“, die Stimmung war riesig.

1979 folgte im Amt des Präsidenten Wolfgang Maretsch und 1981 wieder Toni Matura, der auch im darauffolgenden Jahr zum 30-jährigen Bestehen der KAJUJA der Sitzung vor-stand. Etwas außergewöhnlich war sein Auf- bzw. Einzug in den Saal; denn er wurde auf einer Sänfte von fünf Ex-Prinzen auf die Bühne getragen. An diesem Abend wurde auch Gerd Lohmann mit dem Verdienstorden der AKK durch Herbert Hölters ausgezeichnet.

1982 scharten sich nach Ausscheiden der fast kompletten „alten Garde“ die Herren Harald Ball, Werner Baumann, Karl-Heinz Dappers, Rudi Grooten, Guido Konz, Norbert Langels, Bernd Magen und Egon Overdick um Rolf Konz, die – mit Helmut Hannappel als neuem Präsidenten an der Spitze – bis heute das KAJUJA-Schiff steuern.

Helmut Hannappel als Präsident, Egon Overdick als Schriftführer und Chronist und Rolf Konz als Verantwortlicher für Organisation und Programm sind somit die ältesten Aktiven in der KAJUJA-Krefeld.

1983 war das Jahr in dem die Presse schrieb, dass die KAJUJA der einzige Veranstalter sei, der in der närrischen Session imstande ist, die 2.300 Personen fassende Glocken- spitzhalle zu füllen. Zum letzten Male fand dann schließlich 1986 die KAJUJA-Sitzung in der Sporthalle Glockenspitz statt und nach langen, erregten Diskussionen, in denen immer wieder das Für und Wider zwischen Glockenspitzhalle und Seidenweberhaus erörtert wurde, war am 03. Februar 1987 die erste KAJUJA-Sitzung im Seidenweberhaus.

Hauptdiskussionspunkte waren:
Die KAJUJA war der einzig verbliebene Veranstalter in der Glockenspitzhalle und hatte alle Kosten und Arbeiten – von der Dekoration bis zur Bestuhlung und Beschallung – alleine zu tragen.
Das Fassungsvermögen: Hier standen ca. 2.300 Plätzen in der Glockenspitzhalle nur ca. 1.050 Plätze (bei Einbeziehung von Teilen des Foyers) gegenüber.

An dieser Stelle ist es auch einmal angebracht zu sagen, dass es - bis auf wenige Aus-nahmen – immer einen Kampf um die Karten für die KAJUJA-Sitzung gegeben hat und dass alle Verantwortlichen in den zurückliegenden Jahren sich darum bemüht haben, eine möglichst gerechte Verteilung der Karten vorzunehmen. Dass dies keine leichte Aufgabe ist, wissen viele Leserinnen und Leser dieser Zeilen aus eigener Erfahrung.

Von wenigen auftretenden KAJUJA-Karnevalisten sind sicher noch in guter Erinnerung: Hans Opdenberg, der viele Jahre in der Bütt stand sowie die Parodisten „Die drei Drüeje“, bei denen zu Beginn der 60er Jahre u. a. unser jetziger Bürgermeister Dieter Pützhofen mitwirkte. Zu diesem Zeitpunkt besaß die KAJUJA sogar eine eigene Tanzgarde, was viele bestimmt nicht mehr wissen.

Für die KAJUJA war es immer wichtig – da keine eigenen Kräfte vorhanden waren -, gute Literaten an der Spitze zu haben, die in der Lage waren, ein ansprechendes Sitzungs-programm zusammenzustellen. Hier müssen einige Namen unbedingt genannt werden: Kurt Böhm, Gerd Schwinges, Wolfgang Zirwas, Helmut Hannappel und Rolf Konz.

1988 wurde Rolf Konz durch Herbert Hölters vom BDK – Bund Deutscher Karneval e. V. - für seine Arbeit zum „Erhalt und zur Förderung heimatlichen Brauchtums“ mit dem Ehrenorden in Gold ausgezeichnet.

Bei einem Rückblick sollten aber unsere auftretenden Künstler und Akteure nicht vergessen werden, die besonders in den letzten 10 Jahren unser Publikum begeisterten. Wer erinnert sich nicht gerne an:

Ne ärme Deuvel, Ne Weltenbummler, Ne Tröötemann,

Ne Schützenkönig, Die Callas von Niehl, Et Botterblömche,

Kurt Lauterbach, Jonny Burchardt, Wolfgang Reich, Tessi,

Führer der Blauen Partei, Pit und Joe, Hein und Schäng,

Duo Flamingo, Duo Novi, Sterneburger, Eilemann-Trio,

Lehrer und Schüler, Zwei Grechmaats-Junge, Teddy und Cox,

Zwei Grechmaats-Junge, The Ward Brothers, Duo Fidelio,

Dick und Dünn, Zwei Globetrotter, Tünnes und Schäl,

Colonia-Duett, Hellige Knächte und Mägde, Kölsche Domputzer,

Kammerkätzchen und Kammerdiener, Reitercorps Jan van Werth,

Treue Husaren, Neppeser Schefferjungen, Turnriege Anno 1900,

Altstädter, Westerwaldsterne, Kruuschberger Funken,

Leverkusener Husaren, Krefelder Majorettencorps, Die Rheintöchter,

Winzer und Winzerinnen, Musikcorps der KG Op de Höh, De Höhner,

Uerdinger Spielfreunde, Krefelder Fanfaren, Kölner Ratsbläser,

Musikcorps TV Jahn Bockum, Swinging Fanfaren, Blau-Weiß Phantasialand.

Wenn wir heute das 40-jährige Bestehen der KAJUJA-Krefeld feiern, so gilt es aber auch Dank zu sagen unseren vielen tausend Gästen, die unsere Sitzungen und Bälle besucht und die immer wieder für eine Bombenstimmung gesorgt haben; denn was wären die Akteurinnen und Akteure auf der Bühne ohne ihr Publikum.

Der Schreiber dieser Zeilen bedankt sich bei Rudi Neuhausen, der in den Krefelder Karnevalsarchiven recherchiert hat und diese Recherchen zur Verfügung stellte.

Krefeld, im November 1991

Egon Overdick

 

Die nachfolgenden Personen waren 1992 Mitglieder der
 

KAJUJA-Krefeld:

 

Harald Ball, Werner Baumann, Andreas Daams,

Karl-Heinz Dappers,Rudi Grooten, Helmut Hannappel,

Guido Konz, Rolf Konz, Norbert Langels,

Bernd Magen, Egon Overdick, Sigrid Tiessen